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Counterstrike: Condition Zero – Das neue Condition Zero

Kommen wir nun zum eigentlichen Spiel. Valve wollte mit der neuen Version von Condition Zero versuchen, die Stärken der Online-Version in eine Offline Variante einzubringen. Das heißt, taktische Gefechte zwischen zwei Teams. Wo es mehr um Teamplay geht als um das sinnlose Vorpreschen.

Man steuert im gesamten Spiel die Counter-Teroristen. Das Spiel besteht aus 18 Missionen. Jede Mission besteht aus einer Karte. Die meisten Karten dürften CounterStrike (Counterstrike: Condition Zero, Zwei in einemSpieler bekannt vorkommen. So gibt es u.a. die Karten, Militia, Aztec, Cobblestone oder auch Italy. Dazu kommen noch einige neue Karten wie Airstrip oder Fastline.

Das einzige was sich bei den schon bekannten Karten geändert hat, ist das Optische. Die Karten sind jetzt wesentlich detaillierter und sehen hübscher aus. Es gibt auch kleinere designtechnische Veränderungen. So wurde zum Beispiel in der Map Militia ein weiterer Tunnelausgang hinzugefügt. Aber im Großen und Ganzen sind die meisten Karten unberührt geblieben.

Die Aufgabe in jeder Mission besteht nun darin, als erster drei Runden zu gewinnen, oder mit zwei Siegen Unterschied zu gewinnen. Dazu kommen aber noch Spezialaufgaben. Diese Spezialaufgaben richten sich nach dem gewählten Schwierigkeitsgrad. So muss man in der einfachsten Stufe vier Gegner erledigen, wohingegen man in der schwierigsten Stufe schon zehn Gegner erledigen muss. Andere Aufgaben sind zum Beispiel, dass man sechs Geiseln befreien muss, oder fünf Gegner mit einer speziellen Waffe, zum Beispiel der Shotgun, erledigen muss.

cs neue zeroDiese Spezialaufgaben sind ein zweischneidiges Schwert. Zum einem bringen sie etwas mehr Tiefe in das Spiel, zum anderen können sie aber auch sehr frustrierend sein. Das beste Beispiel ist, wenn eine Aufgabe daraus besteht Geiseln zu befreien. Die Aufgabe gilt nämlich nur dann als erfüllt, wenn man selber die Geiseln befreit. Sollte ein KI-Kamerad dieses übernehmen, zählt das nicht. Und das führt zu vielen Frustmomenten. Denn es passiert sehr oft, dass man gerade damit beschäftigt ist die Geiseln zu befreien, doch bevor man zurück zu seiner Basis kommen kann, haben die Teamkameraden schon alle Terroristen erledigt. Man hat zwar so die Runde gewonnnen, aber die Spezialaufgabe wurde nicht erfüllt. So kommt es öfter mal vor, dass man eine Karte immer und immer wieder spielen muss, bis man es endlich geschafft hat die Geiseln zu befreien, bevor die Teamkollegen alle Gegner beseitigt haben.

Hat man es dann dennoch geschafft drei Karten erfolgreich zu bestreiten, steigt man einen Rang auf und es werden drei weitere Karten frei geschaltet. Insgesamt gibt es sechs Ränge. Dazu bekommt man nach jeder erfolgreich abgeschlossenen Mission einen Ruhmespunkt. Diese Punkte können in neue Teamkameraden investiert werden. Man muss nämlich vor jeder Mission sich erstmal ein Team, bestehend aus bis zu sechs Mann, zusammenstellen. Es gibt sechs Klassen. Jeder Kämpfer hat drei Eigenschaften: Genauigkeit, Mut und Loyalität. Umso höher die Klasse, desto besser sind die Eigenschaften des jeweiligen Soldaten. Man kann sich also entscheiden, ob man in seinem Team lieber sechs durchschnittliche Soldaten, oder drei Eliteeinheiten hat.

Das Wichtigste im Spiel sind aber natürlich die Bots. Und man muss sagen, dass diese sich teilweise wirklich sehr gut und realistisch verhalten. Die eigenen Teamkameraden geben einem Deckung und teilen sich geschickt in den Leveln auf. Auch die gegnerische KI ist beachtlich. Die Terroristen lauern einem in dunklen Ecken auf, beschützen die Geiseln und agieren im Team.

Dazu kommt die Sprachausgabe. Die Teamkollegen geben einem oft hilfreichen Hinweise, wie “Ich habe etwas gehört”, oder “Geiseln sind gesichert”. Dummerweise hat die KI auch einige heftige Aussetzer. So kommt es vor, dass man gerade dabei ist die Bombe zu entschärfen, und um einem herum decken einen zwei Kollegen, doch plötzlich fällt man tot um, weil einem ein Gegner aus kürzester Entfernung eine Ladung Schrott verabreicht hat und die Teamkollegen haben nur dumm zugesehen ohne aber einzugreifen. Ein anderer sehr nerviger Fall ist, wenn man vorzeitig abgedankt hat und man dann gezwungen ist, den Bots beim Spielen zuzusehen. In einigen Situationen hocken sich die Bots dann in Ecken und machen nichts. Und es dauert eine halbe Ewigkeit, bis sich ein Bot dann mal dazu bequemt die Geiseln zu befreien bzw. die Bombe zu legen.

cs:condition zeroEs gibt aber noch einen Punkt, den man nicht so richtig nachvollziehen kann. Ist man noch am Leben, ist man der einzige, der eine gelegte Bombe entschärfen kann. Selbst wenn drei Kameraden direkt vor der Bombe stehen, denken sie nicht einmal im Traum daran sie zu entschärfen. Sie geben über Funkt nur bekannt, dass die Umgebung gesichert ist und man doch bitte jetzt die Bombe entschärfen soll. Es ist dabei völlig egal ob man sich zu diesem Zeitpunkt an der komplett entgegengesetzten Seite der Karte befindet. Oft ist dies der Grund dafür, warum man dann doch noch eine Runde verliert, obwohl man alle Gegner erledigt hat. Man hat einfach keine Zeit mehr rechtzeitig zur Bombe zu kommen und sie dann noch zu entschärfen.

Die Grafik ist natürlich nichts Besonderes. Das Spiel basiert immer noch auf der Half-Life Engine. Und diese ist nun doch schon in die Jahre gekommen. Aber dennoch sehen einige Karten recht nett aus. Doch in der heutigen Zeit erregt das kein besonderes Aufsehen. Das gleiche gilt für den Sound. Die Waffengeräusche wurden nicht überarbeitet und klingen einfach nicht mehr zeitgemäß. Man kann sagen, dass die gesamte Präsentation des Spiels sehr an CounterStrike erinnert. Die Entwickler haben sich nicht besonders viel Mühe gegeben etwas neues zu erschaffen. Leider.

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Counterstrike: Condition Zero, Zwei in einem

Das erste was einem auffällt, wenn man Condition Zero installiert, ist, dass es zwei Starticons gibt. Einmal das normale Condition Zero Icon und einmal ein Icon für die so genannte “Gelöschten Szenen”.
Hinter den “Gelöschten Szenen” verbirgt sich der ursprüngliche Versuch, aus CounterStrike einen Singleplayer EGO-Shooter zu basteln. Die Entwickler von Ritual haben versucht, den Flair von CounterStrike in einem gradlinigen, storylastigen Ego-Shooter unterzubringen. Doch das ist ihnen nicht wirklich gelungen. Und deshalb hat Valve sich dazu entschlossen Condition Zero noch mal komplett neu zu überarbeiten. Trotz der nun fertigen neuen Version, hat Valve die alte Ego-Shooter Version mit auf die CD zu gepresst. So bekommt der Spieler immerhin zwei Spiele in einem!

cs:zeroDie “alte” Version von Condition Zero ist ein Ego Shooter, der nicht besonders erwähnenswert ist. Das Spiel hat keine besonders tiefe Story, die es vorantreibt. Ganz im Gegenteil. Man spielt sich von Einsatz zu Einsatz ohne jeglichen Zusammenhang. Vor den Missionen gibt es auch kein Briefing, in dem man erfährt warum man jetzt eigentlich die folgende Mission antreten muss. Dazu kommt die katastrophale Gegner KI. Die Gegner rennen blind auf einen zu ohne irgendeinen Hauch von Verstand zu besitzen. Sie arbeiten nicht im Team, geschweigedenn das sie sich mal verstecken würden. In vielen Fällen erinnern sie einen an die Gegner aus Serious Sam. Man kann die Gegner sehr gut mit einem Wort beschreiben: Kanonenfutter. Außerdem sehen alle Gegner im jeweiligen Setting gleich aus.

Ein weiterer negativer Punkt ist die Grafik. Aber was soll man auch schon erwarten. Immerhin verwendet Condition Zero die Half-Life Engine. Und das diese nun wirklich mehr als veraltet ist, sollte jedem klar sein. Doch das negative Highlight ist die Sprachausgabe. Diese beglückt alle Leute, die gerne mal herzhaft lachen. Der Grund dafür ist die Art und Weise wie die US-Soldaten mit einem grauenhaft schlechten amerikanischen Akzent sprechen. Man kann zu der Ego-Shooter Version von CounterStrike wirklich nicht viel sagen und vor allem nicht viel Positives. Vielleicht hätte Valve es sich besser sparen sollen die “Gelöschten Szenen” mit auf die CD zu packen und sie lieber direkt “Gelöscht”.