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NBA Street Homecourt – Home Sweet Home

Die NBA Superstars geben sich mit der vierten Auflage der durchaus erfolgreichen NBA Street Reihe mal wieder die Klinke, oder besser gesagt das runde Gummi, in die Hand und zeigen mit ihrem Debüt auf den Next-Gen Konsolen wo der Ball auf der Straße lang rollt. Durch kühne Tricks und spektakuläre Dunkings werden in den Arcade Pendants zur NBA Live Serie, die Basketballkörbe zum beben gebracht. Man bleibt also auch in diesem Ableger der Serie der Arcade-Linie treu.

Home sweet Homecourt…

Wiedereinmal geht es mit drei Protagonisten pro Team rauf auf die öffentlichen Basketballplätze dieser Welt wie sie auch bei einem selbst um die Ecke existieren. Und was gibt es besseres als bei einer ordentlichen Runde Basketball zu gewinnen? Richtig! Gewinnen mit Stil. Und genau da fängt NBA Street an Spaß zu machen.

Im Solospiel, der Homecourt Challenge, kann man sich auf seinem Homecourt ein drei Mann schwaches Team zusammenstellen. Schwach, da man dieses durch gewinnen von Matches erstmal in die richtige Form bringen muss. Auf dem Weg über die Courts und gegnerischen Teams wird das Eigene wie in einer Art Rollenspiel immer stärker und so gibt es verschiedene Fähigkeiten und Erfahrungspunkte, die nach jedem Spiel weiter in die Höhe geschraubt werden. Führt man eine Aktion erfolgreich auf dem Spielfeld aus, nimmt dies direkten Einfluss auf die Verteilung der Fähigkeitspunkte nach dem Spiel, so dass man eine bestimmte Fähigkeit auch gewollt trainieren kann.

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Ebenso wie die Fähigkeiten immer weiter ausgebaut werden, steigt man auch mit jedem gewonnenen Match im Erfahrungslevel weiter auf und spielt neue Courts, Teams und Goodies frei. Hat man alle Challenges auf einem Court gewonnen wird man direkt zum nächsten befördert, auf dem wiederum schwierigere Challenges auf unser stärker gewordenes Team warten. Eingeleitet wird jeder Court durch eine kurze Videosequenz mit Informationen zu diesem. Neben vielen, auf das Grundprinzip des Spiels angepassten Spielmodi, gibt es aber auch einen Back-To-Basics Spielmodus, in dem die unterschiedlichen Extras, deaktiviert sind und es einfach nur darum geht das Ei ins Nest zu befördern.

Alles beim alten?

Die neue Steuerung weiß nach kurzer Eingewöhnung zu überzeugen und Tricks, auf denen das ganze Spiel basiert, sind selbst für Anfänger schnell ausgeführt, da man sich mit lediglich zwei Tricktasten zufrieden gab. Mit den Schultertasten, genannt „Modifier“, lassen sich diese Tricks noch modifizieren und so hat man schon bald ein ganzes Arsenal an Trickmöglichkeiten parat um den Gegner einfach mal ins Leere laufen oder greifen zu lassen. Jedes der drei Teammitglieder verfügt über einen eigenen Stil um Dunks am Korb durchzuführen. So kann man auch diese durch die Schultertasten variieren um wirklich eindrucksvolle und stylische Dunks auf den Asphalt zu zaubern. Neben ganz normalen Dunks lassen sich seit diesem Teil die Teamkameraden noch mehr in die Punktejagd mit einbeziehen. Die aus den vorherigen Teilen bekannten Ally-oops, bei denen ein Spieler in der begrenzten Zone aufsteigt um den Ball direkt nach dem Pass zu versenken, sind ebenso dabei wie die neue Möglichkeit sich durch, an der 3-Punkte-Linie postierte, hockende Spieler in die Lüfte katapultieren zu lassen und den Ball in den Korb zu schmettern.

Zu diesen ganzen Einzelheiten gesellt sich der Gamebreaker-Modus, den man durch auffüllen seiner Trickleiste im Mittelpunkt durch drücken der Dreieck-Taste aktivieren kann. War er in den Vorgängern ein Punktegarant, hat das verteidigende Team nun die Möglichkeit sich durch fiese Schubser den Ball, und somit auch den Gamebreaker-Modus, zu sichern. Während der gesamten Zeit in diesem Modus, der durch den sehr passenden Song „Rockit“ von Herbie Hancock begleitet wird, kann man die hohe Kunst der Ballbeherrschung förmlich zelebrieren und lässt den ein oder anderen Gegner alt aussehen. Durch einen Punktemultiplikator und die Verkettung einzelner Tricks, sowie das richtige Timing für einen Doppel-Dunk, kann man die für einen Korb gegebenen Punkte beeinflussen.

Atmosphäre trotz Arcade?

Die Homecourts sind allesamt sehr hübsch dargestellt. Auch wenn man durch die rasante Action auf dem Court kaum etwas vom Drumherum mitbekommt, fehlt es doch an der nötigen Lebendigkeit. Nur wenige, starre Zuschauer säumen die Sitzbänke am Rande des Courts.

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Die Protagonisten selbst sind jedoch sehr schön anzusehen und so kann man den ein oder anderen in Deutschland bekannten NBA Star auf Anhieb erkennen.
Atmosphärisch wäre doch einiges mehr drin gewesen denn auch die aus den Lautsprecher kommenden Klänge lassen einiges vermissen wenn denn überhaupt mal etwas kommt. Außer den Ballgeräuschen, leiser Hintergrundmusik und ein paar Sprüchen der Spieler ist kaum etwas von der Umgebung, in der der Court angesiedelt ist, mitzubekommen.

Multiplayer hui, Singleplayer pfui?

An Möglichkeiten für Solospieler wurde aber auch wieder in diesem Teil gespart. So kann man zwar gegen die KI, die durchaus in der Lage ist mit menschlichen Gegnern ohne zu schummeln mitzuhalten, diverse Spielmodi bestreiten, eine Art Liga oder Pokal vermisst man aber kläglich. Für ein schnelles Spiel für Zwischendurch ist es aber dennoch geeignet und kann für kurze Zeit immer wieder begeistern. Die schon angesprochene Homecourt Challenge sorgt jedoch nicht für die nötige Langzeitmotivation und ist zu schnell am Ende angelangt.
So richtig zur Entfaltung kommt NBA Street aber erst im Mehrspielermodus, der durch die rasante, schnelle Action und die vielen kleinen Neuerungen wesentlich ausbalancierter geworden ist. Durch viele Einstellungsmöglichkeiten kann man sich das Spiel je nach Belieben anpassen und lässt eigentlich nur die Grundsportart Basketball als einzige unberührt. So kann man Beispielsweise nur Punkte die während eines Gamebreakers erzielt wurden zählen lassen.